Planetarium

From Sugar Labs
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Sugar-Pilotprojekt Berlin

Das Sugar-Pilotprojekt soll helfen die Lernplattform Sugar für den Einsatz in Berliner Schulen zu evaluieren. Unter dem Motto "Ein globales Projekt in den Kiez holen" wird die Lernplattform an Berliner Schulen in den Unterricht integriert.

Seit dem Schuljahr 2009/10 ist die Grundschule am Planetarium Partner des Berliner Pilotprojektes. Die sportorientierte Grundschule liegt im Herzen von Berlin. Neben der Förderung sportlich interessierter Kinder ist das Lernen mit neuen Medien ein Schwerpunkt. Zum Beispiel wurde in einem Kurs die Programmiersprache LOGO unterrichtet. Auch die Infrastruktur der Schule ist auf den Einsatz von Computern im Unterricht ausgelegt. So ist ein Raum mit 30 Laptops ausgestattet und es bestehen zwei weitere Computerräume sowie ein Schulserver auf dem jeder Schüler einen Account besitzt.

Zu Beginn des Schuljahres wurde Sugar in einer Projektwoche den die Klassenstufen 4, 5 und 6 vorgestellt. In einer Unterrichtseinheit von zwei Stunden wurden Memory-Spiele mit der Memory-Aktivität entworfen und einfache geometrische Figuren mit der Aktivität TurtleArt gezeichnet. Die Grundschule am Planetarium bietet einen Pool von Wahlpflichtfächern aus denen die Schüler frei wählen können. Seit diesem Schuljahr wird Sugar als Wahlpflichtfach angeboten. Das Fach wird einmal pro Woche einstündig unterrichtet. Zur Zeit sind 15 Schüler in dem Sugar-Kurs, interessanterweise überwiegend Mädchen.

Der Unterricht ist in thematische Blöcke aufgeteilt. Als Einstieg in die Arbeit mit Sugar wurde die Memory-Aktivität gewählt. Ein Block war TurtleArt gewidmet, ein weiterer der Physiks-Aktivität. Zur Zeit arbeiten die Schüler an einem größeren Projekt in Etoys. Nach einer Einführung soll mit Hilfe der medialen Möglichkeiten (z.B. interaktives Spiel) in Etoys eine Geschichte erzählt werden .

Technische Details

Die bestehende Infrastruktur der Schule musste nur erweitert werden. Nachdem in den ersten Probeläufen auf Sugar on a Stick zurück gegriffen wurde, konnte in der zweiten Phase Sugar auf den Computern fest installiert werden. Bei den Laptops wurde die Windows-Installation um eine Linux-Installation inklusive Sugar erweitert. Beim Start der Computer kann somit zwischen den beiden Systemen gewählt werden. Als Linux-Distribution wurde Fedora 11 gewählt. Dies beinhaltet die Sugar-Version 0.84.

Der Server der Schule benutzt LDAP zur Authentifizierung der Benutzer. Fedora unterstützt diese Art der Authentifizierung und somit musste nur eine Konfiguration im Client angepasst werden. Für das Einbinden der Netzwerklaufwerke wird NFS verwendet, welches ebenso durch das Anpassen einer Konfigurationsdatei auf den Clients freigeschaltet wurde. Um die Installation nicht auf allen Computern wiederholen zu müssen, wurde eine fertige Installation auf einem Computer mit der Software Clonezilla dupliziert und auf den anderen Computern aufgespielt.

Lehrmaterial